Tony Carson
Nug
12.09.2022
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Brad Pitt
„Einen wunderschönen guten Abend, Ladies and Gentlemen, und herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Crossfire, der Show, die alles und jeden auf den Prüfstand stellt! No trigger warnings. No safe spaces. No bullshit. Ihr kennt mich, Leute, aber für all jene, die heute zum ersten Mal einschalten: Nein Name ist TONY CARSON, und es ist mir eine Ehre, heute Abend wieder euer Gastgeber zu sein.“ Love him or hate him, eins muss man dem Mann lassen: Mit seiner Strahlkraft als MODERATOR, seiner Sprachgewandtheit und seiner Tendenz zu viel Pathos und Theatralik vor der Kamera, ist der (angeblich) gebürtige NEW YORKER, der schon als Kind ehrgeizig davon geträumt haben soll, einst groß vor Publikum rauszukommen, gewissermaßen der personifizierte Inbegriff amerikanischer Fernsehunterhaltung. Früh hat er verstanden, dass es im Entertainmentbusiness nicht darum geht, den Menschen zu geben, was sie brauchen, sondern darum, ihnen zu geben, was sie wollen. Nicht mehr, nicht weniger. Kein Wunder, also, ist der 51-JÄHRIGE (* 6. Juni 1970) heute allabendlicher Quotenkönig beim TV-Sender FOX NEWS und seine wöchentliches Politformat am Mittwochabend um 20 Uhr Central Daylight Time eins der Beliebtesten im ganzen Land. Hier wird in einstündigen, hitzigen Rededuellen unter- und gegeneinander gezetert und verbal Krawall gemacht, nicht selten bis zum Eklat. Ist ihm die Diskussion zu langweilig, überspitzt, stichelt und provoziert Tony selbst so lange, bis sein Gegenüber darauf anspringt und die Show endlich losgeht. Verletzte Gefühle nimmt er, wenn es dem Zweck dient, als Kollateralschaden in Kauf – übrigens auch im Privaten. Davon, dass er auch hinter den Kulissen manchmal ziemlich nasty sein kann und alles andere als das „dreamboat“ ist, als das ihn die Klatschblätter gerne mal betiteln, kann mitunter seine Ehefrau Teri, mit der er seit fast zwanzig Jahren VERHEIRATET ist und einen SOHN hat, ein Liedchen singen. Mal ehrlich, es grenzt eigentlich an ein Wunder, dass sie es so lange und all seinen ekligen Machoallüren zum Trotze mit ihm ausgehalten hat. Doch ungeachtet aller Schwierigkeiten in ihrer Ehe, all den kleinen, bescheuerten mind games und den emotionalen Berg- und Talfahrten, die sie sich gegenseitig bescheren, sind die beiden unleugbar irgendwie wie füreinander geschaffen. Tatsache ist: Tony könnte sich keine andere Frau an seiner Seite vorstellen – Teri das allerdings auch offen zu zeigen, ist eine andere Sache. Von all seinen Schwächen ist jene für seine Frau nämlich seine größte, und Schwächen hat der Showman, dessen Kindheit alles andere als rosig, sondern der Willkür eines narzisstischen Vaters geprägt war, gelernt, zu verbergen, um nicht verletzt zu werden. Überhaupt hat Tony viele Geschehnisse aus der Vergangenheit, die seinen Charakter maßgeblich formten, nie wirklich aufgearbeitet, sich stattdessen an irgendeinem Punkt einfach neu erfunden, alles, was davor passiert war, aus seinem offiziellen Lebenslauf gelöscht und durch vage Angaben oder gefälschte Dokumente ersetzt. Fake it ‘til you make it - das war die Devise, mit der er auf der Erfolgsschiene die Karriereleiter emporkletterte und all das erreichte, was ihn heute auszeichnet und ihm wichtig ist: Ruhm, Vermögen, Teri. Und wenn da zwischendurch plötzlich sein alter ego, das erstickte Kind aus der Vergangenheit, anklopfen kommt und ihn einen HOCHSTAPLER schimpft, kann es halt schon mal passieren, dass Tony in seiner Panik selbst der wichtigsten Person in seinem Leben aus Angst, aufzufliegen, die Tür vor der Nase zuknallt…

Good to Know
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