Tony Carson
Nug
12.09.2022
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Brad Pitt
„Einen wunderschönen guten Abend, Ladies and Gentlemen, und herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Crossfire, der Show, die alles und jeden auf den Prüfstand stellt! No trigger warnings. No safe spaces. No bullshit. Ihr kennt mich, Leute, aber für all jene, die heute zum ersten Mal einschalten: Nein Name ist TONY CARSON, und es ist mir eine Ehre, heute Abend wieder euer Gastgeber zu sein.“ Love him or hate him, eins muss man dem Mann lassen: Mit seiner Strahlkraft als MODERATOR, seiner Sprachgewandtheit und seiner Tendenz zu viel Pathos und Theatralik vor der Kamera, ist der (angeblich) gebürtige NEW YORKER, der schon als Kind ehrgeizig davon geträumt haben soll, einst groß vor Publikum rauszukommen, gewissermaßen der personifizierte Inbegriff amerikanischer Fernsehunterhaltung. Früh hat er verstanden, dass es im Entertainmentbusiness nicht darum geht, den Menschen zu geben, was sie brauchen, sondern darum, ihnen zu geben, was sie wollen. Nicht mehr, nicht weniger. Kein Wunder, also, ist der 51-JÄHRIGE (* 6. Juni 1970) heute allabendlicher Quotenkönig beim TV-Sender FOX NEWS und seine wöchentliches Politformat am Mittwochabend um 20 Uhr Central Daylight Time eins der Beliebtesten im ganzen Land. Hier wird in einstündigen, hitzigen Rededuellen unter- und gegeneinander gezetert und verbal Krawall gemacht, nicht selten bis zum Eklat. Ist ihm die Diskussion zu langweilig, überspitzt, stichelt und provoziert Tony selbst so lange, bis sein Gegenüber darauf anspringt und die Show endlich losgeht. Verletzte Gefühle nimmt er, wenn es dem Zweck dient, als Kollateralschaden in Kauf – übrigens auch im Privaten. Davon, dass er auch hinter den Kulissen manchmal ziemlich nasty sein kann und alles andere als das „dreamboat“ ist, als das ihn die Klatschblätter gerne mal betiteln, kann mitunter seine Ehefrau Teri, mit der er seit fast zwanzig Jahren VERHEIRATET ist und einen SOHN hat, ein Liedchen singen. Mal ehrlich, es grenzt eigentlich an ein Wunder, dass sie es so lange und all seinen ekligen Machoallüren zum Trotze mit ihm ausgehalten hat. Doch ungeachtet aller Schwierigkeiten in ihrer Ehe, all den kleinen, bescheuerten mind games und den emotionalen Berg- und Talfahrten, die sie sich gegenseitig bescheren, sind die beiden unleugbar irgendwie wie füreinander geschaffen. Tatsache ist: Tony könnte sich keine andere Frau an seiner Seite vorstellen – Teri das allerdings auch offen zu zeigen, ist eine andere Sache. Von all seinen Schwächen ist jene für seine Frau nämlich seine größte, und Schwächen hat der Showman, dessen Kindheit alles andere als rosig, sondern der Willkür eines narzisstischen Vaters geprägt war, gelernt, zu verbergen, um nicht verletzt zu werden. Überhaupt hat Tony viele Geschehnisse aus der Vergangenheit, die seinen Charakter maßgeblich formten, nie wirklich aufgearbeitet, sich stattdessen an irgendeinem Punkt einfach neu erfunden, alles, was davor passiert war, aus seinem offiziellen Lebenslauf gelöscht und durch vage Angaben oder gefälschte Dokumente ersetzt. Fake it ‘til you make it - das war die Devise, mit der er auf der Erfolgsschiene die Karriereleiter emporkletterte und all das erreichte, was ihn heute auszeichnet und ihm wichtig ist: Ruhm, Vermögen, Teri. Und wenn da zwischendurch plötzlich sein alter ego, das erstickte Kind aus der Vergangenheit, anklopfen kommt und ihn einen HOCHSTAPLER schimpft, kann es halt schon mal passieren, dass Tony in seiner Panik selbst der wichtigsten Person in seinem Leben aus Angst, aufzufliegen, die Tür vor der Nase zuknallt…

Good to Know
[+] wahnsinnig charismatischer Showman und Entertainer, zieht seine Zuschauer mit seinen politischen Plädoyers, Schmähreden und Kreuzverhören in den Bann, ob sie wollen oder nicht; 1-A Schauspieler und Selbstdarsteller, weiß, wie er sich geben muss, um bei seinem Gegenüber einen guten Eindruck zu hinterlassen; gönnerhafter Spender für gemeinnützige Zwecke (allerdings mehr zu Selbstzwecken, z.B. der publicity wegen); geborener Salonlöwe, gesprächig und geistreich, mit ihm geht einem der Gesprächsstoff selten aus; hat eine unbändige Energie, kann stundenlang ohne Unterbruch fokussiert an etwas arbeiten; redegewandt, talentiert darin, verschiedenste Standpunkte zu durchleuchten, kann unermüdlich für etwas eintreten, an das er selbst eigentlich nicht glaubt; schneller Denker und exzellenter Brainstormer; durchorganisiert, immer perfekt auf Sendungen vorbereitet; originell und kreativ in der Ausarbeitung neuer Konzepte für seine Show; kühn und unverfroren, ist so leicht nicht einzuschüchtern, von niemandem; Ästhet – hat ein Auge für schöne Dinge; liebevoller Vater (obschon er sich in dieser Rolle eher unwohl fühlt und sich selbst nicht dafür gemacht hält)

[-] selbstverliebtes, egoistisches Arschloch; pompöser Großkotz; attention whore, sonnt sich gern in der Aufmerksamkeit anderer Leute, liebt und lebt für den Applaus; eitler Gockel, sehr auf sein Äußeres (und das der Leute in seinem Umfeld) bedacht; ungeduldig, hat wenig Verständnis für Leute, die ihn warten lassen, völlig unabhängig davon ob ein guter Grund dafür vorliegt; unsensibel, kann ziemlich garstig und gemein sein, brachte so manchen Mitarbeiter schon zum Weinen; schärfster Richter der Fehler anderer, bester Anwalt der eigenen Macken; provokant und streitlustig, auch dann, wenn die Auseinandersetzung keinem tieferen Zweck dient – der wird dann einfach ad hoc fabriziert; radikal rücksichtslos, wenn es ihm dienlich ist; intolerant, von eigenen vorgefassten Meinungen nur schwer abzubringen; schnell gelangweilt; hinter der Fassade unsicher af und hat Schiss, als Blender und Betrüger entlarvt zu werden; hält drum auch alle Menschen in seinem Umfeld emotional auf Abstand, was mitunter einer der Gründe ist, warum es in seiner Ehe kriselt; manipulativ genug, um Schatzi bei der Stange zu halten; hedonistisch veranlagt; Drama Queen; all in all: kein einfacher Mensch

WUSSTEST DU, DASS TONY… regelmäßig Zwiegespräche mit Gott führt, betet, wenn er alleine ist, und einmal im Monat die Beichte ablegt? … vor der Kamera hauptsächlich deshalb für die politische Rechte wettert, weil es ihm Spaß macht, hinter der Kulisse den Dingen tatsächlich toleranter (sprich: gleichgültiger) gegenüber eingestellt ist, als es im Fernsehen den Anschein hat? … Katzen hasst? … von Katzen gehasst wird? … keinen Spaß versteht, was Katzen anbelangt? … in Kuschellaune verfällt, wenn er einer Englischen Bulldogge begegnet? … ein recht versierter Golf- und äußerst ehrgeiziger Squashspieler ist? … scharfes Essen nicht verträgt? … sehr eitel ist und regelmäßig das Spa und die Kosmetikerin aufsucht, um Alterserscheinungen vorzubeugen? … einen roten Chevy Camaro fährt? … ein sehr, sehr ungeduldiger Teilnehmer am Straßenverkehr ist? … sich gern vordrängelt – egal ob beim Autofahren, in der Schlange im Coffee Shop oder an der Kasse im Supermarkt? … kein Problem damit hat, unverschämt zu werden und Leute zu triggern? … ein Stadtmensch durch und durch ist und der Landschaft wenig abgewinnen kann? … einen exzellenten Grillchef beim Barbecue abgibt? … ein Wein-Connaisseur ist, einem gekühlten Bier aber auch nicht abgeneigt ist? … drei Mal die Woche im Fitnessstudio trainiert, um altersbedingten Muskelschwund und den gefürchteten Dad Bod vorzubeugen? … mit schöngeistigem literarischem Gedöns wenig anfangen kann, die Bestseller auf dem Markt aber trotzdem liest, und seis nur, um danach darüber herziehen zu können? … einen Urologen seines Vertrauens hat, mit dem er privat befreundet ist, ansonsten Ärzte und Arztbesuche verabscheut und wann immer möglich meidet? … in seinem Leben nie gegen irgendwas geimpft wurde (außer vielleicht gegen Empathie)?

AND I SAW A GREAT WHITE THRONE AND THE ONE SITTING ON IT. THE EARTH AND SKY FLED FROM HIS PRESENCE, BUT THEY FOUND NO PLACE TO HIDE.

  • “New Yorker, born and raised, baby.” Mit knappen Worten und schelmischem Zwinkern pflegt Tony die Öffentlichkeit abzuspeisen, sobald es um seine Wurzeln geht, tut so, als gäbe es da auch gar nicht mehr zu wissen. Auch auf seiner Wikipedia-Seite wird der Abschnitt aus seiner Vergangenheit nur dürftig umrissen: Geburt am 6. Juni 1970 in Queens, Mutter früh an Krebs verstorben, Beziehung zum Vater mängelbehaftet.

  • Hätte er den Journalisten je einen Grund gegeben, genauer hinzuschauen und Nachforschungen anzustellen, es hätte sich in der Folge wohl recht schnell ergeben, dass besonders die ersten Kapitel seines Lebenslaufs einige Lücken aufweist, die zu Recht die Frage aufwerfen: Wer ist dieser Tony Carson, der Mann hinter der Fox News Legende, wirklich?

  • Und tatsächlich: „Tony Carson“ existiert so eigentlich gar nicht - zumindest findet in den Geburtenregistern New Yorks keine Eintragung, die sowohl zu Namen als auch Person passen würden. Stattdessen wir der Mann, der sich heute dieses Namens bedient, am 6. Juni 1968 als Anthony DeSantis geboren und wächst hinter unsichtbaren Mauern in den Köpfen seiner Gemeinschaft in einer freikirchlichen Zellgemeinde namens „Heaven’s Gate“ am Lake Lafayette mitten im amerikanischen Midwest, genauer in Zentralohio auf.

  • Obschon die Ufer des Sees gerade im Sommer ein beliebtes Ferienziel für gutbetuchte Ostküstler, Motorboot-Enthusiasten und Angelbegeisterte sind, kommt der junge Anthony nur selten mit Leuten „von außerhalb“ in Kontakt. Sein Vater, Ambrose DeSantis, gibt als religiöses Oberhaupt der damals an die zweihundert Köpfe zählenden Kommune Acht darauf, dass die Seelen seiner „Kinder“ – sowohl die leiblichen als auch die spirituellen – unbefleckt bleiben von schlechten, verderblichen Einflüssen jener, die nicht auf Gottes Pfaden wandeln. Wenn es nicht der Beitrittsbekehrung dient, sind Gespräche mit „den Anderen“ auf ein Minimum zu reduzieren; der Konsum von sündigen Medien (von Comic Books über Belletristik bis zu TV) ist strikte untersagt. „Reines“ – spricht: christlich fundamentalistisches – Gedankengut wird Anthony derweil in einer von seiner Gemeinschaft errichteten Privatschule vermittelt, deren Profil von einem streng konservativen Weltbild geprägt ist und ihn Gehorsam den Eltern gegenüber, eine strenge Sexualmoral, und Gottesfurcht lehrt. Überhaupt ist das Leben innerhalb der Zellgemeinde geprägt von vielen Verboten, strengen Regeln und einer alles überschattenden Furcht vor einer bevorstehenden Endzeit. Wer an den Lehren der Oberen zweifelt und gegen Gesetzes verstößt, der wird gemaßregelt, im Wiederholungsfall gedemütigt, schikaniert, drangsaliert, und wenn auch das nichts bringt, aus der Kommune ausgestoßen, geächtet und verleumdet. So werden kritische Stimmen unterdrückt, Individuen und ihre Persönlichkeiten gebrochen. Als Skeptiker steht man schnell alleine da: ohne Familie, ohne Freunde, ohne Zuhause. Nicht wenige bewegt gerade der Psychoterror dazu, sich zu unterwerfen, oder aber, auf der „Flucht vor dem Teufel“, den Suizid zu wählen.

  • In diesem Abhängigkeitsverhältnis zu seiner Gemeinschaft wächst der junge Anthony heran, wird zu einem loyalen Jünger seines Vaters geformt, der einst in dessen Fußstapfen als Priester treten soll. Je älter er wird, desto mehr wächst allerdings seine Neugierde an den „Anderen“ und mit ihr letztlich auch die ersten leisen Zweifel an seiner Gemeinde. Diese Zweifel werden geschürt, als er – im Teenageralter – einen Jungen, dessen Boot gekentert ist, aus dem Wasser fischt und vor dem Ertrinken rettet. In der Folge schließen die beiden Freundschaft, und der wenige Jahre jüngere Chester Weisz – Abkömmling einer wohlhabenden und politisch einflussreichen New Yorker Familie von Privatinvestoren – wird Anthonys Guckloch hinein in die „Welt da draußen“. Durch ihn erlernt der „Sekten-Toni“, wie Chester Anthony spöttisch nennt – wobei er ihm erst einmal erklären musste, was eine Sekte überhaupt ist – eine ganz neue Sicht auf die Dinge, die er allerdings selbstredend vor den restlichen Heaven’s Gate Mitgliedern, insbesondere seinem Vater, verborgen halten muss. Bei ihren geheimen Treffen, die von da an jeweils mehrmals jeden Sommer stattfinden, bekommt er von Chester eine Sammlung literarischer Werke geschenkt, die dieser als „Pflichtlektüre“ bezeichnet. Dazu gehört mitunter die Tora, eine aktuelle Ausgabe des Guinness Buch der Weltrekorde und des Wallstreet Journals, Herman Melvilles Moby Dick (das zu Anthonys Lieblingsbuch wird), Nietzsche’s „Jenseits von Gut und Böse“, sowie das ein oder andere Playboy-Heft. Dieses kleine Archiv, und der Wissensschatz, den es birgt, wird zu Anthonys neuer Bibel, und ihm Jahre später, kurz vor seinem zwanzigsten Geburtstag zum Verhängnis, als eine seiner jüngeren Schwestern einige der ihm geschenkten Schrifterzeugnisse unter einer Bodendiele, versteckt findet und ihn bei seinem Vater verpfeift.

  • Der Sohn des Apostels höchstpersönlich - ein Ketzer!? Die Neuigkeit kommt denkbar schlecht an bei seinem Vater, der befürchtet, ein Skandal dieses Ausmaßes könne sintflutartige Wellen schlagen, die sein Vermächtnis und Heaven’s Gate mit in die Tiefe reißen, zumal Anthony zwar noch jung, aber ein nicht minder charismatischer und überzeugender Redner wie sein Vater und ein geschätztes Mitglied der Kommune ist, auf den gerade die jüngeren Leute hören. Zu gefährlich wäre es, ihn zu Wort kommen und sich selbst verteidigen zu lassen. Und weil sich sein Sohn im Einzelgespräch nicht einsichtig zeigt, beschließt der Vater, sich des Problems auf andere Weise zu entledigen…

  • Nicht viel hätte in jener Nacht gefehlt, und die Geschichte von Tony Carson wäre an jener Stelle zu Ende gewesen, nein, mehr noch: sie hätte nie begonnen. Doch in letzter Sekunde bekommt Anthony – die Hände seines Vaters um seine Kehle geschlossen rücklings am Ufer des Lake Lafayettes im Sand liegen – einen Stein zu fassen und schwingt ihn verzweifelt gegen seinen Angreifer, sein eigen Fleisch und Blut. Der erste Schlag verfehlt, der zweite aber trifft.

  • Bis heute weiß Anthony nicht, ob sein Vater noch atmete, als er – von den Geschehnissen tief erschüttert, völlig durch den Wind und in Panik verfallen – kopflos die Flucht ergreift. Hinter seiner Stirn überschlagen sich die Gedanken: Ist er tot? Lebt er noch? Werden mir die anderen verzeihen? Wird mir Gott im Himmel je verzeihen? Nun. Die Wege des Herrn sind unergründlich, heißt es – doch ob es tatsächlich eine göttliche Fügung oder einfach nur ein verdammt merkwürdiger Zufall ist, dass DeSantis junior, nachdem er erst Kilometer durch die Wälder rund um Lake Lafayette herumgeirrt ist, beim Überqueren einer Straße einem Auto direkt vor die Haube läuft, an dessen Steuer kein geringerer als sein Freund Chester sitzt? Who knows. Zumindest Letzterer sieht es als eine Art Zeichen. Nachdem Anthony ihm am nächsten Morgen im Krankenhaus alles geschildert hat und offensichtlich weder mehr ein, noch aus weiß, zumal eine Rückkehr nach Heaven’s Gate ausgeschlossen erscheint und er somit nicht nur sein Zuhause, sondern Familie und Freunde, praktisch sein ganzes Leben verloren und obendrein wohlmöglich ein Menschenleben auf dem Gewissen hat, beschließt Chester, seinem Freund den Gefallen zu erwidern und ihn vor dem – wenn auch diesmal sprichwörtlichen – Ertrinken zu retten…

  • “Welcome to New York City, capital and cesspit of the 20th century!” Von der apokalyptischen Utopie seiner Freikirche stolpert Tony mehr oder weniger auf direktem Weg ins Sündenbabel von Manhattan, wo sich keiner vor dem Weltuntergang fürchtet – im Gegenteil: einige machen hier damit sogar die große Kasse. So erstaunt es nicht wirklich, dass ihn die ersten Tage dort komplett überfordern und ihn die Weltstadt in Ehrfurcht, Staunen und Schrecken zugleich versetzt. Viel hatte er von Chester über Big Apple gehört, einiges darüber gelesen – aber es am eigenen Leib zu erleben war noch einmal eine ganz andere Sache…

  • Es ist hier, inmitten dieser laut reißerischen, alle Sinne einnehmenden Metropole, wo sein neues Leben beginnen und Anthony sich von Grund auf neu erfinden soll – so zumindest Chesters großer Plan für sein „persönliches Projekt“, als das er Tony von da an bezeichnet. Und tatsächlich leitet der Weisz ein komplettes Makeover für ihn in die Wege, verpasst ihm nicht nur einen neuen Look, sondern macht ihn auf dem Papier, das seine neue Identität deklariert, auch gleich zwei Jahre jünger und zum Valedictorian an einer unterdessen geschlossenen High School in Queens, verschafft ihm mit gefälschten herausragenden Zeugnissen und Empfehlungsschreiben einen Studienplatz an der Columbia University, quartiert ihn in seiner Penthouse-WG ein und verhilft ihm nebst einiger Nachhilfestunden in Allgemeinwissen (wer hätte gedacht, dass die Erde deutlich älter als 6000 Jahre ist) auch zu einer Reihe horizonterweiternden Erfahrungen in Sachen Nachtleben, Frauen und Rauschmitteln… Innerhalb eines halben Jahrs wird aus „Sekten-Toni“ ein junger Mann, dem „New York, New York“ in Fleisch und Blut übergegangen ist und der nur noch nach einem, ihm von Chester eingetrichterten Motto lebt: Don’t look back. Ever.

  • Anfangs fällt ihm das schwer, nicht nur, weil sein bisheriges Dasein komplett aus den Fugen geraten, sein Weltbild auf den Kopf gestellt und ihm das Leben in der City völlig fremd ist, sondern auch, weil er seine Mutter und seine Geschwister, zu denen er stets eine liebevolle Beziehung gepflegt hatte, vermisst. Außerdem plagt ihn die Angst, seine Hochstapelei könne auffliegen und er entlarvt werden als derjenige, der er tatsächlich ist: Ein Sünder und Ketzer, ein Verräter und… vielleicht Mörder? Doch nachdem er eines Nachts auf einer Studentenparty stockbesoffen einer Kommilitonin seine gesamte Lebensgeschichte offenbart und sie ihn nach seiner dramatischen Beichte lediglich nach der Nummer des Kerls fragt, der ihm sein gefälschtes 1er-Zeugnis ausgestellt hat, begreift er, dass in New York andere Regeln gelten. In so vielerlei Hinsicht. Tatsache ist: Keine Sau interessiert sich dafür, wer er einmal gewesen ist, ehe er nach Manhattan kam. Alles was zählt, ist, ob er jemals irgendwer sein würde, sprich, was er mit der Chance, die ihm auf eine Existenz im Glanz und Gloria dieser Stadt gegeben worden ist, anfinge. Und so beschließt er in jener Sekunde, seine neue Identität vollumfänglich anzunehmen und seine Zukunft auf ihr aufzubauen: Anthony DeSantis is dead – long live Tony Carson!

  • Stellt sich heraus: Letzterer hat nur noch wenig mit Ersterem gemein. Tatsächlich gleicht „Tony“ in Verhalten und Auftreten – geformt und beeinflusst durch sein neues Umfeld – viel mehr einem überprivilegierten New Yorker upper class Abkömmling als einem erz-evangelikal erzogenen Bauerntölpel aus Ohio. Nachdem er (durch Chesters Einschulung) erkennt, dass er ein Talent darin hat, anderen Dinge und Tatsachen (inklusive sich selbst) so anzupreisen, dass sie sie ihm nicht nur abkaufen, sondern regelrecht verrückt danach werden, ist Demut ist die erste christliche Tugend, die er links liegen lässt. Stattdessen kostet er den Erfolg seiner eigenen Selbstinszenierung unverfroren aus, giert dadurch nur nach noch mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung und manövriert sich, wann immer sich die Gelegenheit dazu ergibt, gekonnt ins öffentliche Scheinwerferlicht, sei es auf Partys, Events, oder in der Uni. Auf andere nimmt er dabei wenig Rücksicht, beschränkt seine Loyalitäten und seine moralischen Eide auf einen inneren Kreis, macht es zu etwas Exklusivem, mit ihm befreundet zu sein. Keine Frage: Tony Carson ist ein Arschloch – aber eben: ein beliebtes Arschloch.

  • Nachdem Abschluss seines B.A.s in Geschichte und Politikwissenschaften überlegt er sich kurz, eine Karriere in der Politik anzustreben, verwirft den Gedanken dann allerdings und beginnt er seine berufliche Laufbahn als Faktenchecker bei Policy Review, einem konservativen Journal der Heritage Foundation. Später übernimmt er als Lokal-Reporter Aufträge von der New York Democrat Gazette, schreibt als Kolumnist mal für Reader’s Digest, mal für Esquire, the New Republic, The New York Times Magazine und The Daily Beast. Wirklich anfreunden kann er sich mit der schriftstellerischen Tätigkeit als Journalist allerdings nicht. Seine wahre Stärke liegt viel mehr in der direkten Rede, im Auftritt vor laufender Kamera, weshalb es ihn 1995 zum unabhängigen Nachrichten- und Informationskanal Channel 25 verschlägt, wo er die Moderation diverser Programmformate übernimmt und sich besonders als Host in der Interviewshow „Facts with Faces“ hervortut.

  • In einer Sendung besagter Talkshow lernt er sodann die Eine kennen: Teri Bell, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Harvard Psychology Department und angehende Expertin in Sachen Sextherapie (ein Thema, bei dem Tony nicht abgeneigt war, genauer hinzuhören und nachzufragen), bringt nicht nur spannende facts in die Sendung mit, sondern obendrein auch noch ein ungemein hübsches Gesicht! Auch in anderer Hinsicht, nämlich, was ihren Intellekt anbelangt, ist Madame schlichtweg überwältigend, und Tonys Neugierde geweckt. Bereits nach wenigen Minuten ertappt er sich dabei, wie er an Miss sassy-but-classy möglicherweise mehr als nur professionelles Interesse hegt und das Hin und Her zwischen ihnen auf einer weitaus persönlicheren Ebene als mit anderen Gästen genießt, weshalb er es sich nicht nehmen lässt, das Interview mit ihr ein wenig in die Länge zu ziehen, bis der TV-Regisseur ihm hinter der Kamera fuchsteufelswild fuchtelnd in Pantomime mit der Fristlosen droht, wenn er nicht bald zum Schluss käme und in die Werbepause ginge. Doch Sponsoren sind das Letzte, worum sich Tony in jenem Augenblick schert, genießt er Teris Präsenz, ihr kesses Geschäker und die Funken, die zwischen ihnen sprühen, doch viel zu sehr. Außerdem passt die kleine Flirterei ja zum Thema der Sendung, und würde auch den Einschaltquoten nicht schaden.

  • Für einmal allerdings ist Tonys Auftreten jedoch alles andere als nur Show, und die Flirterei gar nicht so harmlos, wie es am Fernseher scheint, denn: Teri hat es ihm heftig angetan, beherrscht ab der Sekunde, da sie sich voneinander verabschieden, seine Gedanken, und lässt ihm keine Ruhe mehr, sodass er bereits am nächsten Tag bei der Redaktion ihre Kontaktdaten in Erfahrung bringt, sie noch am selben Abend in ihrem Hotel anruft und sie vor ihrer Rückreise zum Abendessen in eins der exklusivsten Steakhäuser der Stadt einlädt: Wir haben noch nicht ausdiskutiert und ich hätte da noch einige Fragen an Sie, Miss Bell…

  • Zum Beispiel: Bist du single? Tony für seinen Teil war es zu jenem Zeitpunkt nämlich eigentlich nicht. Doch nachdem sein erstes Date mit Teri ein voller Erfolg wird und sich herauskristallisiert, dass sie und er zusammenpassen wie Topf und Deckel, macht er mit seiner Beziehung kurzen Prozess und noch am selben Abend Schluss mit Angelica, seiner damaligen Freundin. Ein neues Kapitel beginnt, mit Teri an seiner Seite, die nach vier Jahren long distance Beziehung und Abschluss ihres Doktorats zu ihm nach New York zieht.

  • Nach Ablauf seines Arbeitsvertrags bei Channel 25 kommt Tony zur Jahrtausendwende bei CBS als Talkshowmoderator unter Vertrag und erhält dort seine eigene prime time Live-Show (betitelt „The Carson Angle“), wo er mit Co-Moderatoren und Gästen aus verschiedensten Ecken über die neusten Weltgeschehnisse, Nachrichten und Tageskontroversen diskutiert. Bereits nach wenigen Ausstrahlungen hat sich die Sendung dank ihres leidenschaftlichen Hosts und dessen flammenden Reden vor laufender Kamera einen gewissen Ruf und Einfluss bei den Zuschauern erarbeitet, sodass – gerade zu Wahlkampfzeiten – auch immer mal wieder amtierende Politiker und Abgeordnete von ganz oben ihr Interesse an einer Einladung anmelden. Der Name Carson wird als Personenmarke zum Begriff bei Krethi und Plethi, Tony selbst zu einer der schillerndsten Persönlichkeiten on air und zum Interessensobjekt der New Yorker Schickeria und der Washingtoner Politballett. Einladungen zu Dinner- und Galaveranstaltungen, Preisverleihungen und exklusiven Geburtstagspartys wichtiger Leute folgen auf den Fuß.

  • In seiner neuen Rolle als TV-Berühmtheit fühlt sich Tony pudelwohl, sonnt sich in der Aufmerksamkeit, die ihm von allen Seiten zukommt, kann gar nicht oft genug über den roten Teppich stolzieren und sich selbst und die schöne Frau an seiner Seite zur Schau stellen. Den Umstand, dass Teri sich dadurch manchmal zum arm candy degradiert fühlt und ihr - ihrer Meinung nach - nicht die öffentliche Anerkennung zukommt, die ihr als Harvard-Absolventin, brillante Akademikerin und, nun ja, Person mit weitaus mehr Qualitäten als in einem Kleid hübsch auszusehen eigentlich zustünde, nimmt er nicht so ernst, wie er vielleicht sollte, tröstet sie jeweils mehr schlecht als recht über den Umstand hinweg und rät ihr salopp, den Trubel um ihn, respektive sie beide, einfach zu genießen und die Kommentare der Klatschblätter als Kompliment oder aber mit Humor zu nehmen – schließlich gehört es als Celebrity (oder zumindest Anhängsel eines solchen) halt auch einfach dazu, dass man sich eine dicke Haut zulegt. Den Anhängsel-Kommentar hätte er sich sparen können, und die Szene, die ihm Teri im Rockefeller-Center beim Luxusshopping macht, hat er redlich verdient. Wirklich beschwichtigen lässt sich Madame erst, als Tony am 4. Juli 2002 zum Geburtstag der Vereinigten Staaten von Amerika auf dem 103ten Stock des Empire State Buildings unter spektakulärem Feuerwerk am Nachthimmel mit einem zehn Karat starken Klunker um ihre Hand anhält: „Du bist mir das Teuerste auf Erden, die Liebe meines Lebens, mein Zuhause, von dem ich niemals wusste, dass ich es brauche, und heute nicht mehr ohne es kann, und auch nicht will. Teri Christine Bell - willst meine Frau werden?“ Er meint es ernst – sowohl seine Worte, als auch seine Absichten ihr gegenüber.

  • Das Ja-Wort gibt sie ihm, besteht später, als es ums Eingemachte geht, aber auf den Doppelnamen – eine Tatsache, die Tony leicht sauer aufstößt, die er aber letztlich zähneknirschend hinnimmt. Fein, wenn sie auf dem Papier unbedingt einen auf strong independent modern woman machen will, bitteschön. Er weiß ja, dass sie genauso wenig ohne ihn kann, wie umgekehrt er ohne sie, und lässt sich das auch regelmäßig im Bett bestätigen. Ja, der Sex mit ihr ist gut – nein, papperlapapp, er ist atemberaubend, überwältigend, verdammt nochmal bewusstseinserweiternd. Gut, mit ihr als zertifizierter Sextherapeutin nicht überraschend, immerhin weiß sie, was sie tut, und zumindest in dieser Hinsicht lässt sich Tony von ihr Dinge beibringen. Dass Matratzensport nach und nach auch zu seiner bevorzugten Bewältigungsstrategie bei Streitigkeiten in ihrer Ehe wird, ist so allerdings nicht Sinn und Zweck der Übung gewesen, findet Frauchen – blöd nur, dass Tony grundsätzlich wenig Lust und Nerv für komplizierte Gefühlsduselei (aka Krisentalk) hat und Teri jeweils einfach aussperrt, wenn sie beim Versuch, ihn zu psychoanalysieren, sein Verhalten zu verstehen und den Grund für seine emotionale Abgebrühtheit zu finden, zu tief bohrt. Gerade, wenn sie nachhakt, Fragen stellt, die seine Kindheit und seine Familie betreffen, blockt er scharf ab, wird dabei nicht selten verletzend und zeigt ihr für den Tabubruch schon mal tagelang die kalte Schulter. Ganz ehrlich: Tausend Mal hätte er es verdient, dass sie ihn in die Wüste schickt – getan hat sie es nie, zu Tonys eigener Überraschung. Vielleicht liegt es an den seltenen, und vielleicht gerade deshalb so kostbaren Momenten, in denen seine Maske fällt und seine verletzliche Seite zu Tage tritt, die er nur ihr offenbart.

  • Einen – für seine Verhältnisse – riesengroßen Schritt macht er sodann zum Beispiel auf sie zu, als es um Familienplanung geht. Klar, nach der Hochzeit ist das Thema Kinderkriegen quasi der nächste logische Schritt. Eigentlich. Doch Vater zu werden? Das jagt Tony eine Heidenangst ein, zumal die Vorstellung Erinnerungen an seine Vergangenheit und seine eigenen Erzeuger weckt, die er am liebsten so weit weg wie möglich von sich wegschiebt. Aus Liebe zu Teri, die ihm inbrünstig gut zuredet, nachdem er sie in vager Manier über die schlechte Beziehung zu seinem eigenen Vater in seiner Kindheit aufklärt und seine Zweifel an seinen Qualitäten als Elternteil äußert, überwindet er letztlich seine Ängste und ist ganz erstaunt, als sich nach und nach auch in ihm der ausgeprägte Wunsch nach Nachwuchs und einer kleinen eigenen Familie regt.

  • In der Zwischenzeit bekommt Tony vom Sender Fox News ein unwiderstehliches Angebot, dass ihn und Teri nach Chicago verschlägt. Seinem geliebten Manhattan den Rücken zu kehren, war nicht ganz einfach für ihn, aber aus beruflicher Perspektive wohl worth it, schaffte es Tony als Hauptmoderator der Aushängeschilds „Fox & Friends“ und später mit „Crossfire“ - quasi der unleashed version von „The Carson Angle“ bei CBS - nochmals auf ein ganz neues Quotenlevel, das landesweit Rekorde bricht. Zumindest, was seine Karriere anbelangt, kann der Start in der neuen Heimat also als gelungen betrachtet werden.

  • Umgekehrt sieht es im Privaten aus. Zwar nennen Teri und er nunmehr eine recht pompöse Hütte mit jeglichem Schnickschnack in einem der besten Quartiere der Stadt ihr Eigen – doch die Erfüllung des Kinderwunsches lässt auf sich warten und das leere Bettchen im sonst fertig eingerichteten Kinderzimmer belastet zunehmend die Beziehung. Beide sind unglücklich mit der Situation, beide machen sich Vorwürfe – Teri ob ihres jeglichem Bell-Carson Nachwuchs gegenüber offensichtlich feindlich gesinnten Uterus, und Tony, weil er tief in sich drinnen fast irgendwie froh darüber ist. Wer gar nicht erst Vater wird, muss auch keine Vaterqualitäten unter Beweis stellen… Natürlich bemerkt Teri mit ihrem sechsten Sinn als Seelenklempnerin seinen unausgesprochenen Sinneswandel, reagiert diesmal aber weitaus weniger verständnisvoll auf seine Zweifel, zumal sie sein Verhalten mehr als nur irritiert, und macht Mr. Carson nicht zu Unrecht Vorhaltungen deswegen. Tony fühlt sich zunehmend unter Druck gesetzt, reagiert wie immer trotzig und mit einer saftigen Portion Zynismus auf ihr gemeinsames Unglück, das sie eigentlich als Paar hätte zusammenschweißen sollen, und schießt dann endgültig den Vogel ab, indem er auf einer Geschäftsreise mit einer Kollegin schläft und diesen Umstand seiner Frau zuhause im Streit und auf äußerst unschöne Weise dann auch noch unter die Nase reibt. Diesmal reicht es Teri und sie jagt ihn – endlich – zum Teufel… zumindest, bis der scheiß Storch letztlich doch angeflattert kommt und leicht verspätet die „frohe“ Botschaft verkündet. Tja. Tony, der sich nach dem vermeintlichen Ende seiner Ehe äußerlich zwar nichts anmerken lässt, innerlich aber blutet wie ein Schwein und sich selbst dafür hasst, was er Teri, der nach wie vor unbestrittenen Liebe seines Lebens, angetan hat, aber halt eben auch froh ist, dass es zu Ende gegangen war, ohne, dass er sich den Dämonen seiner Vergangenheit stellen musste, trifft jedenfalls fast der Schlag, als seine Noch-Ehefrau ihm offenbart, dass sie schwanger ist und ihm das Ultraschallfoto in die Hand drückt…

  • Was nun? Ein Zurück gibt es nun nicht mehr, und ein voran? Nur zu zweit, findet Teri, und Tony, der es nicht übers Herz bringt, die ein zweites Mal zu enttäuschen und ihr das Herz zu brechen, nickt zustimmend. Scheißangst, Albträume und Traumata hin oder her, er liebt Teri, kann und will nicht ohne sie, und auch nicht ohne das gemeinsame Kind.

  • Die Geburt seines Sohnes acht Monate später ist für Tony der stressigste, aber vielleicht auch der glorreichste Moment in seine ganzen Leben. Er ist dabei - von der ersten Wehe bis zum Schluss, hält Teris Hand, ist ihr größter Cheerleader, leidet mit (auch, weil ihm Teri beim Pressen schier die Finger bricht) und kommt einem Nervenzusammenbruch ziemlich nahe … bis zu dem Moment, da er Klein-Teddy das erste Mal in Armen hält und es um ihn geschehen ist. Tony ist überwältigt von seinen Gefühlen, aber glücklicher als je zuvor in seinem Leben.

  • In der ersten Zeit als Vater schlägt sich Tony vorbildlich, wechselt ohne zu murren Windeln, wärmt Fläschchen, steht mitten in der Nacht auf, um das Baby zurück in den Schlaf zu wiegen… Auch als Ehemann blüht er auf, entdeckt ein neues Verantwortungsbewusstsein für Frau, Kind und die Familie als Ganzes, verhält sich irgendwie erwachsener, lässt Teri an seinem Innenleben, seinen Gefühlen teilhaben, gibt sich Mühe, ihr zu zeigen, dass er sie liebt und sie als Partnerin zu schätzen weiß, unterstützt sie sodann auch bei ihrem seiner Meinung nach eher skurrilen Sexroom-Business: you do you, Babe, so long as you do me, too … Erst später, als Teddy ins Grundschulalter kommt, melden sich bei einem Sommerausflug an den See die die Rückblenden in seine Kindheit zurück, und mit den Flashbacks kommen erneut die Albträume, Selbstzweifel und Ängste. Hinzukommen als übliche Begleiterscheinungen einer einsetzenden Midlife Crisis Stimmungsschwankungen, pessimistische Grübeleien, graue Haare und ein durch sie befeuerter Schönheitswahn, eine innere Unruhe und das Gefühl, seine Position am Sternenhimmel werde bedroht durch jüngere Halbgötter, die seiner Frau an die Unterwäsche und ihm im Job den Rang ablaufen wollen… Was also macht man(n) in so einer Situation? Richtig. Man(n) verfällt in alte Muster und verhält sich wie das arrogante Arschloch, zu dem Mama Manhattan einen erzogen hat…
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