Oscar Hayes
Kathi
06.06.2022
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Matt Bomer
Der Name Hayes ist kein unbedeutender Name, vor allem nicht in der Welt des Journalismus. Franklin Hayes konnte Ende des vergangenen Jahrtausends einige Pulitzerpreise abräumen und ist über Jahrzehnte hinweg schon ein großer Name in der Branche. Das führte dazu, dass auch Oscar Hayes stets für viele bekannt war. Aber weniger für die Sachen, die er in seinem Leben bisher geschrieben hat, sondern eher dafür, dass er mit einer so großartigen Persönlichkeit verwandt ist. Das hat ihm gemeinsam mit der Tatsache, dass er immer schon zur Oberschicht gehörte, einige Türen geöffnet. Was auch dazu führte, dass er vielleicht ein kleines bisschen zu eingebildet ist und zu große Stücke auf sich hält. Aber hey, eine charmante Entschuldigung und schon ist alles wieder vergessen. Und überhaupt ist er immer für irgendwelche Geschichten gut, egal ob es um seinen Beruf geht oder auch um sein Liebesleben. Die passende Frau an seiner Seite hat Oz nämlich noch nicht gefunden und ist seit vielen Jahren Single, der es immer nur zu kürzeren oder längeren Affären schafft und dabei manchmal moralische Grenzen übertreten hat. Aber es gibt sie eben doch, die perfekte Frau in seinen Augen. Nur handelt es sich dabei leider um seine beste Freundin aus Kindertagen, die sich vor kurzem verlobt hat und ein Bilderbuchleben führt. Das ist die eine Grenze, die er nicht überschreitet und lieber leise bleibt.
Sich da lieber auf seine Arbeit konzentriert und darauf, hier eigenständig Fuß zu fassen. Einmal hätte es schließlich auch schon fast geklappt mit dem eigenen Pulitzer. Damals, als sich ihm nach dem Studium die Möglichkeit für einen Aufenthalt in Syrien geboten hat und er als Kriegsreporter groß rauskommen wollte. Geklappt hat das eben nicht so ganz, aber dafür weiß er seither umso besser, dass man ihn vor allem für seinen Namen schätzt und seine Art. Vielleicht noch für sein hübsches Gesicht, aber einen wirklich tiefen Blick auf seine Arbeit riskiert man dann doch eher nicht. Daran hat er sich mittlerweile so halb gewöhnt und es sich zur Gewohnheit gemacht, auch mal mit seinem Namen oder Geldscheinen zu wedeln, um ans Ziel zu kommen. Ehrgeiz kommt dann auch noch dazu und so ist er irgendwie als Journalist bei einem Investigativ-Team gelandet. Nicht als letzte Notlösung, sondern weil es ihm tatsächlich gefällt. Und er im gleichen Atemzug dazu übergegangen ist, unter Oscar Harrison zu veröffentlichen, um seiner Mutter quasi Tribut zu zollen und nicht sofort mit seinem Vater verbunden zu werden. Ein weiterer Versuch noch, um aus dem Schatten von eben jenem herauszutreten und für sich selbst zu stehen.
All diese Bemühungen führen dazu, dass es im Hause Hayes nicht immer harmonisch zugeht. Auch wenn es das wohl nie wirklich getan hat und man Familienidylle eindeutig andernorts suchen muss. Dennoch weiß es Oscar zu schätzen, dass er aus so gutem Hause kommt und sich keine Gedanken machen muss, wie er seine Wohnung zahlen muss. So ein kleines bisschen gehört „Sohn von“ eben doch auch zu seinem Beruf, weil auch seine Mutter auf ein altes Familienvermögen zurückblicken kann und es daher nie eine Frage war, ob er sein Apartment in 1932 N BURLING ST auch wirklich halten kann. Und das, obwohl ihm viel weniger Platz eigentlich auch reichen würde so als Single und er mit seinen 38 Jahren auch nicht davon ausgeht, noch eine Großfamilie zu gründen. Viel lieber genießt er sein Leben in vollen Zügen und konzentriert sich auf die schönen Seiten, so gut es eben geht.

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