Emilia Merrygold
Andra
15.05.2022
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Kat Dennings
Viel hätte nicht gefehlt und auf Emilia Anais Merrygolds Geburtsurkunde hätte sich der Geburtsort London befunden. Wie es das Schicksal und vor allem die hoch patriotische Verwandtschaft väterlicherseits jedoch wollte, wurde Project American (Grand-)Daughter erfolgreich in Nashville, Tennessee zum Abschluss gebracht. Recht bald nach ihrer Geburt am 7. Mai 1990, begleite die heute 30-jährige ihre Eltern quer durch die Weltgeschichte, wie es als Tochter eines Diplomatic Security Service Officers nun einmal nicht ungewöhnlich ist - Patriotische Pflicht vor "Ich will nicht von meinen Freunden weg, Dad!"-Genörgel, pflegte ihr Vater zu sagen. Zu ihrer Mutter, zu ihrem Bruder Ellis, zu Mae. In Nairobi verstummte all dieser familiäre Widerspruch nach einem Anschlag auf die amerikanische Botschaft für immer. Mae kehrte als Halbwaise in die USA zurück und ihr Vater bewies einmal mehr, dass Familie sich dem Job unterzuordnen hatte - auch wenn sie es aus heutiger Sicht als seine Art der Trauerarbeit verstehen kann, war für das traumatisierte Kind von damals eine Unterbringung bei ihren Großeltern - der General und Drillsergeant Oma, wie sie sie noch heute nennt - auf einer Army Base eine fatale Entscheidung. Was ihre Großmutter als sturen und schwierigen Charakter ihrer Enkeltochter bezeichnete, wurde letztlich als Selektiver Mutismus diagnostiziert. Heute kann Emilia im Stillen darüber Schmunzeln, dass ausgerechnet eine ausgebildete Opernsängerin, mit dem Stimmvolumen ein vollbesetztes Orchester übertönen zu können, lange Jahre nicht oder nur mit wenigen Leuten sprechen konnte. Das entschleunigte Leben auf der Farm ihrer Großeltern mütterlicherseits im Herzen von Tennessee und vor allem das gemeinsame Musizieren mit ihrem Onkel, haben ihr den Weg zurück zu ihrer Stimme geebnet, die sie heute nicht müde wird für andere zu erheben - sei es auf der Bühne der Lyric Opera of Chicago, als Vocal-Coach für sozial benachteiligte Kinder oder auf Protestkundgebungen aller Art. Nicht nur in ihrem Berufsleben hat sich Chicago als Lebensmittelpunkt für Mae erwiesen, denn auch häuslich hat sie sich vor drei Jahren einen Traum verwirklicht und ein Haus in Kenwood, 4355 S Lake Park Ave gekauft, um daraus eine Künstler-WG zu errichten.

Good to Know
Das Verhältnis mit ihrem Vater ist seit Jahren zerrüttet und nach einer folgenschweren Auseinandersetzung vor über zehn Jahren legte Emilia den Familiennamen ihres Vaters ab und nahm den Mädchennamen ihrer Mutter, Merrygold, an. Unter ihrem Geburtsnamen – Emilia Bryant – existiert die Aufnahme eines Countrysongs, den sie im Teenageralter mit ihrem Onkel, einem Countrysänger, aufgenommen hat. Wissen soll davon niemand und ihr Onkel ist bei höchster Strafandrohung zum Schweigen verpflichtet worden, von seiner Nichte, die darin einen Schaden für ihre Laufbahn in der klassischen Musik sah. Dabei steht Mae dazu, dass sie wohl am ehesten ein Country-Girl ist – egal wo sie schon gelebt, studiert und gearbeitet hat, bleibt Tennessee ihre Heimat. Mae würde sich, was Partnerschaften angeht, als bindungsunfähig beschreiben, da sie neben den Großeltern mütterlicherseits und ihrem Onkel nie etwas von Bestand kennengelernt hat. In ihrer Kindheit war es immer normal Zuhause und Freunde zu verlassen. Ihre Mutter hat ihr immer bewusst gemacht, dass es Pflicht der Familie sei ihren Dad zu unterstützen. Vaterland vor Familie war das Credo, das sie von ihren Eltern vermittelt bekommen hat. Wie es ihr oder ihrem Bruder damit ging, war egal. Vielleicht ist sie aus diesem Grund heute so darauf bedacht, dass sie einen großen Freundeskreis hat und mit ihrer Künstler-WG eine Heimat errichtet hat, in der Menschen ein- und ausgehen können, mit denen sie tief verbunden ist. Ganz sicher ist jedoch, dass sie aufgrund ihrer eigenen Kindheit panische Angst vor der biologischen Uhr hat, die – wie sie es einer guten Freundin jüngst beschrieb – neuerdings nicht zu ticken scheint, sondern sich in der Lautstärke von Big Ben bemerkbar und ihr eine Heidenangst macht. Kinder? Als Patentante sofort, immer. Her damit! Aber eigene? Come again? Kindheit und Job führten dazu, dass Emilia mehrere Sprachen beherrscht: Neben ihrer Muttersprache Englisch kann sie relativ fließend Deutsch, da sie als Kind drei Jahre in Berlin lebte und später in Wien am Mozarteum studierte. In Frankreich und Spanien würde sie hingegen zumindest nicht verhungern, während ihr Italienisch bedauerlicherweise lediglich zum Bestellen eines Espresso und zum Singen entsprechender Partituren ausreicht. Im Kindesalter hat Emilia aufgrund der traumatischen Erfahrungen, bei denen sie Mutter und Bruder verlor, lange Zeit nicht gesprochen. Die Musik war für sie ein rettender Anker, der für sie auch heute noch eine starke Bindung zu ihrer Mutter darstellt, die Cellistin war.


Strengths empathisch | selbstbewusst | extrovertiert | hilfsbereit | diszipliniert | kommunikativ | zuverlässig | durchsetzungsfähig | loyal | ehrlich | (pedantisch) überpünktlich

Weaknesses eigensinnig | ungeduldig | zerstreut | absolut nicht trinkfest | ehrgeizig | risikobereit | notorische Teetrinkerin | impulsiv | hyperaktive Abwandlungen | kompliziert | stur
Familie
Freunde
Bekannte
Liebe
Feinde
Vergangenes
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Hey, um.... Do we know each other?
Louis KnightleyEmilia Merrygold
04.01.2021, Nachmittags Louis Wohnung
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