These are the Chapters of My Life
Sadie Matthews
Die meisten Leute, die Sadie Matthews kennenlernen, kommen nicht umhin die junge Frau eine willensstarke Persönlichkeit zu beschreiben oder, wie ihr Dad liebevoll zu sagen pflegt, ein Dickkopf von dem sich eine ganze Herde Esel noch was abschneiden könnte. Schon als Kind hatte Sadie zu allem eine Meinung und lernte erst mit Eintritt in die Schule, dass sie diese zwar immer haben darf, aber nicht immer und jedem ungefragt erzählen muss. In manchen Dingen ist sie glücklicherweise aber am Ball geblieben, denn so kam es dazu, dass ihre Tage als Einzelkind gezählt waren, nachdem sie ihre Eltern überzeugt hatte ihren Klassenkameraden Taye zu adoptieren. Die beiden Geschwister sind auch heute noch wie Pech und Schwefel, obwohl sie beruflich völlig verschiedene Wege eingeschlagen haben – Taye hat Jura studiert und Sadie, die auswendig lernen schon immer gehasst hat, ist lieber den kreativen Weg gegangen. Mit den üblichen Umwegen, versteht sich, denn neue Dinge ausprobieren oder Hobbys regelmäßig zu wechseln ist etwas, bei dem ihre Familie lediglich typisch Sadie von sich geben würde. Während ihr Bruder sich immer lange Gedanken machte bevor er eine Sportart oder ein Musikinstrument lernen wollte, war Sadie immer diejenige, die schnell Begeisterung verspürte und alles einfach ausprobieren musste. Ihre Interessen wechselten dementsprechend oft und so manche Instrumente oder Sportausrüstung fand einen neuen Besitzer, weil Sadie das Hobby nach wenigen Wochen wieder verwarf. Wenn sie etwas gefunden hat, was sie liebt, bleibt sie dafür aber wirklich am Ball – Tanzen zum Beispiel, Bogenschießen und Klavier. Eine ihrer großen Leidenschaften ist allerdings die Photographie und tatsächlich läuft Sadie noch am liebsten mit der alten analogen Spiegelreflexkamera durch die Gegend, die ihr Dad ihr vor Jahren zum Ausprobieren gegeben und mit der alles angefangen hat.
Ihr Bachelor-Studium an der renommierten School of Visual Arts in New York mit Schwerpunkt in Photographie und Video schloss Sadie zwar ab, aber eigentlich nur, um kein abgebrochenes Studium im Lebenslauf stehen zu haben. New York war ihr zu laut, der Lehrkörper zu sehr von sich eingenommen, das Studium zu digital und überhaupt fehlte es ihr deutlich an Wohlfühlfaktoren. Für ihren weiteren Werdegang entschied sich Sadie, obwohl es für viel Kopfschütteln bei Mitstudierenden und Lehrpersonal sorgte, stattdessen an die University of Chicago zu wechseln und sich für Cinema and Media Studies einzuschreiben. Nicht nur die weniger kapriziöse Herangehensweise in Chicago gefiel ihr, vor allem lockte die Studentin auch die Möglichkeit den Campus der Universität in Paris aufzusuchen, um dort mit dem französischen Film und der Kultur näher zusammenzukommen. Vielleicht ist es kein Wunder, dass Sadie als Lieblingsfilm heute Le fabuleux destin d’Amélie Poulain benennt. Für sie verbindet der Film perfekt das Leise mit dem Ungewöhnliche, die bewegten Bilder mit eingefrorenen Momenten, emotionale Erzählungen ohne viele Worte.
„Technisch ruhig. Emotional präzise. Erzählt mehr mit Schweigen als mit Dialog.“ – so oder ähnlich klingen häufig die Beurteilungen ihrer Dozenten zu ihren vorgestellten Arbeiten. Ein Umstand, der Freundeskreis und Familie immer wieder in Erstaunen versetzt. Ruhig ist wohl ein Wort, dass einem in Verbindung mit der 26-jährigen als letztes einfallen würde – umtriebig würde es da wohl viel eher treffen, denn eigentlich ist sie immer auf Achse, geht ihren Hobbys nach, sucht neue oder jagt Motive, die sie auf Fotos verewigen kann. Immer dabei ist Filou, ihr Golden Retriever, der einerseits ihr Aufpasser und andererseits ihr Fellbaby ist. Als Single ist es eben manchmal ganz schön einsam ansonsten, da kann auch der spontane Besuch (und folgende längere Aufenthalt) ihres Vaters in Chicago nicht so richtig drüber hinwegtäuschen. Für eine eigene Familie bleibt ja aber noch Zeit, so stellt Sadie diese und andere Sorgen im Moment ganz hervorragend hinten an, während sie ihren Spontan-Umzug in die wieder leerstehende Wohnung ihres Vaters in der 5417 S Ellis Ave anpackt.
Ihr Bachelor-Studium an der renommierten School of Visual Arts in New York mit Schwerpunkt in Photographie und Video schloss Sadie zwar ab, aber eigentlich nur, um kein abgebrochenes Studium im Lebenslauf stehen zu haben. New York war ihr zu laut, der Lehrkörper zu sehr von sich eingenommen, das Studium zu digital und überhaupt fehlte es ihr deutlich an Wohlfühlfaktoren. Für ihren weiteren Werdegang entschied sich Sadie, obwohl es für viel Kopfschütteln bei Mitstudierenden und Lehrpersonal sorgte, stattdessen an die University of Chicago zu wechseln und sich für Cinema and Media Studies einzuschreiben. Nicht nur die weniger kapriziöse Herangehensweise in Chicago gefiel ihr, vor allem lockte die Studentin auch die Möglichkeit den Campus der Universität in Paris aufzusuchen, um dort mit dem französischen Film und der Kultur näher zusammenzukommen. Vielleicht ist es kein Wunder, dass Sadie als Lieblingsfilm heute Le fabuleux destin d’Amélie Poulain benennt. Für sie verbindet der Film perfekt das Leise mit dem Ungewöhnliche, die bewegten Bilder mit eingefrorenen Momenten, emotionale Erzählungen ohne viele Worte.
„Technisch ruhig. Emotional präzise. Erzählt mehr mit Schweigen als mit Dialog.“ – so oder ähnlich klingen häufig die Beurteilungen ihrer Dozenten zu ihren vorgestellten Arbeiten. Ein Umstand, der Freundeskreis und Familie immer wieder in Erstaunen versetzt. Ruhig ist wohl ein Wort, dass einem in Verbindung mit der 26-jährigen als letztes einfallen würde – umtriebig würde es da wohl viel eher treffen, denn eigentlich ist sie immer auf Achse, geht ihren Hobbys nach, sucht neue oder jagt Motive, die sie auf Fotos verewigen kann. Immer dabei ist Filou, ihr Golden Retriever, der einerseits ihr Aufpasser und andererseits ihr Fellbaby ist. Als Single ist es eben manchmal ganz schön einsam ansonsten, da kann auch der spontane Besuch (und folgende längere Aufenthalt) ihres Vaters in Chicago nicht so richtig drüber hinwegtäuschen. Für eine eigene Familie bleibt ja aber noch Zeit, so stellt Sadie diese und andere Sorgen im Moment ganz hervorragend hinten an, während sie ihren Spontan-Umzug in die wieder leerstehende Wohnung ihres Vaters in der 5417 S Ellis Ave anpackt.
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