These are the Chapters of My Life
Renji Tsukishiro
Geboren am 8. September 1998 in San Mateo, Kalifornien, als Sohn japanischer Einwanderer, war Renji Tsukishiro schon früh ein Kind, das geprägt war von verschiedenen Einflüssen wie auch Ansprüchen. Amerikanisch aufgezogen, mit japanischer Strenge geprägt. Dabei eine Mutter, die selbst einst Turnerin auf Elite-Niveau war und nichts dem Zufall überließ. Daneben ein Vater, der zwar da war, aber viel schwieg – doch seine Hände waren immer beschäftigt; mit Holz, mit Uhrwerken, mit kleinen, präzisen Dingen. Etwas, das er seinem Sohn vererbt zu haben scheint. Mit vier Jahren stand Ren dann zum ersten Mal auf dem Eis – zunächst aus Neugier, dann aus Ehrgeiz und schließlich irgendwas dazwischen. Was als zartes Talent begann, wurde früh gefördert. Seine Bewegungen waren ruhig, elegant und präzise – die Kombination aus absoluter Kontrolle und zarter Ausdruckskraft machte ihn zu einem Ausnahmetalent.
Mit 16 lief er bei den Junior Worlds seine erste internationale Kür. 2018, bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, sollte sein richtiger Durchbruch folgen. Doch der entscheidende vierfache Toeloop wurde zum Verhängnis für ihn. Keine Medaille, das Treppchen knapp verfehlt, stattdessen ein schmerzhaftes Erwachen und eine Bänderverletzung im rechten Knöchel. Was folgte war eine monatelange Reha. Bei der Weltmeisterschaft 2019 kämpfte er sich zwar zurück, doch er schien wie ausgewechselt – technischer, angespannter, ohne seine typische Leichtigkeit und Strahlkraft. Im folgenden Jahr trat er zurück – vorerst – und zog nach Chicago zu seiner Tante. Dort begann er ein Studium in History – um irgendwie etwas zu tun.
Körperlich hielt er sich weiter fit, trainierte hart, auch ohne Wettkämpfe. Wofür genau, wusste er damals selbst nicht so wirklich. Inzwischen ist es ihm jedoch klar, denn noch scheint der Ehrgeiz in ihm zu brennen und längst nicht erloschen. Im Sommer 2021 qualifizierte er sich schließlich offiziell als Eiskunstläufer für das US-Olympiateam – gegen alle Erwartungen. Und mit dem Ziel vor Augen, sich selbst zu beweisen, versucht der inzwischen 23-Jährige sich neu zu finden – etwas leiser, ernster, aber konzentrierter denn je. Seine Kufen zeichnen wieder Linien in das Eis, ein neuer Trainer sollte es auch sein. So kurz vor Olympia gewagt, aber der Traum von Gold scheint dies zu rechtfertigen. Ob er wirklich daran glaubt? Vielleicht nicht jeden Tag. Aber an den guten läuft er so, als würde er fliegen. Aktuell ist er Single – nicht unbedingt aus Mangel an Gelegenheiten, sondern eher aus Mangel an Zeit und Raum. In einem Leben, das bei Sprüngen von Millimetern bestimmt wird, ist Risiko nicht immer etwas, das man sich leisten will. Die meiste Zeit verbringt er sowieso auf dem Eis, im Training, manchmal zwischen Büchern – wohnen tut er jedoch inzwischen allein in 1568 N Monticello Ave, auch wenn er oft nur zum Schlafen herkommt.
Mit 16 lief er bei den Junior Worlds seine erste internationale Kür. 2018, bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, sollte sein richtiger Durchbruch folgen. Doch der entscheidende vierfache Toeloop wurde zum Verhängnis für ihn. Keine Medaille, das Treppchen knapp verfehlt, stattdessen ein schmerzhaftes Erwachen und eine Bänderverletzung im rechten Knöchel. Was folgte war eine monatelange Reha. Bei der Weltmeisterschaft 2019 kämpfte er sich zwar zurück, doch er schien wie ausgewechselt – technischer, angespannter, ohne seine typische Leichtigkeit und Strahlkraft. Im folgenden Jahr trat er zurück – vorerst – und zog nach Chicago zu seiner Tante. Dort begann er ein Studium in History – um irgendwie etwas zu tun.
Körperlich hielt er sich weiter fit, trainierte hart, auch ohne Wettkämpfe. Wofür genau, wusste er damals selbst nicht so wirklich. Inzwischen ist es ihm jedoch klar, denn noch scheint der Ehrgeiz in ihm zu brennen und längst nicht erloschen. Im Sommer 2021 qualifizierte er sich schließlich offiziell als Eiskunstläufer für das US-Olympiateam – gegen alle Erwartungen. Und mit dem Ziel vor Augen, sich selbst zu beweisen, versucht der inzwischen 23-Jährige sich neu zu finden – etwas leiser, ernster, aber konzentrierter denn je. Seine Kufen zeichnen wieder Linien in das Eis, ein neuer Trainer sollte es auch sein. So kurz vor Olympia gewagt, aber der Traum von Gold scheint dies zu rechtfertigen. Ob er wirklich daran glaubt? Vielleicht nicht jeden Tag. Aber an den guten läuft er so, als würde er fliegen. Aktuell ist er Single – nicht unbedingt aus Mangel an Gelegenheiten, sondern eher aus Mangel an Zeit und Raum. In einem Leben, das bei Sprüngen von Millimetern bestimmt wird, ist Risiko nicht immer etwas, das man sich leisten will. Die meiste Zeit verbringt er sowieso auf dem Eis, im Training, manchmal zwischen Büchern – wohnen tut er jedoch inzwischen allein in 1568 N Monticello Ave, auch wenn er oft nur zum Schlafen herkommt.
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