Daniel Cooper
Beestje
27.05.2021
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Robert Downey Jr.
Mit seinen beinahe 55 Jahren hat der gebürtige New Yorker schon vieles gesehen und erlebt. Zu viel eigentlich für ein jämmerliches Leben, darum hängt Daniel Cooper auch nicht sonderlich daran. Sein Name sagt eifrigen New York Times Lesern sicherlich noch etwas, war er doch zwanzig lange Jahre für diese international bekannte Tageszeitung als Redakteur tätig. Mal als investigativer Journalist, dessen Arbeit mit einem Pulitzerpreis gewürdigt wurde, oder in späteren Jahren als zynischer und polarisierender Kolumnist, der nie ein Blatt vor den Mund nahm und ein schonungsloser Kritiker war. Seine "City Mania" Kolumne war damals in aller Munde. Dafür hat Dan dann auch das eine oder andere Anwaltsschreiben erhalten, aber darüber konnte der Griesgram nur müde lächeln. Und nun, nach einem längeren Auslandsaufenthalt in Irland versucht es der notorische Single erneut als investigativer Journalist bei der Chicago Tribune und das nicht, weil Daniel die Zeitung so wahnsinnig toll findet, sondern weil selbst ein Misanthrop wie er manchmal jemanden an seiner Seite braucht, dem er vertraut und bei dem er sich halbwegs wohlfühlt. Nur weiß diese Person noch nichts von ihrem Glück.

Auszug aus der City Mania Kolumne von 2010

"Let's take back America"
City Mania Column
by Daniel Cooper


Die einen bekennen sich zu Tee und halten staatliche Krankenfürsorge für Teufelszeug. Die anderen haben Kaffee zum Symbol erhoben und wollen ein Ende der Dauerblockade. Hier ist nicht etwa die Rede von Starbucks vs. Teehaus, nein, es geht mal wieder um - Politik. Zumindest möchten es die Gründer dieser sehr skurrilen Bürgerbewegungen gern glauben. Aber dahinter stecken nicht mehr als heiße Luft, nostalgischer Patriotismus und die angeborene amerikanische Sucht nach Aufmerksamkeit und Ruhm.

Die "Tea-Party" ist eine Zusammenballung von einfältigen Südstaatlern, Erzkonservativen und Analphabeten, unter der Führung von keiner Geringeren als Parodieliebling Sarah Palin. Osama ist Geschichte, jetzt wird scharf gegen Obama geschossen. Als Politiker der Demokraten für Obamas Gesundheitsreform warben, mobilisierten die Tea-Party-Anhänger eine Ablehnungsfront - sie fürchteten den Einzug des Sozialismus. Und der republikanische Propagandasender FOX mischte da natürlich kräftig mit. Nichts desto trotz: Die Gesundheitsreform ist durch. Nun könnten sich auch endlich einmal diese Bauerntölpel auf den Weg zum Zahnarzt machen. Nichts als verfaulende Zähne und Mundgeruch. Da hilft es auch nicht, dass diese Bewegung an die "Bostoner Tea-Party" erinnern möchte, die 1773 ein Auslöser des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges gewesen ist.

Aber was die Konservativen können, können die Liberalen schon lange. Nur langsamer. Als Gegenbewegung zur Tea-Party hat sich die "Coffee-Party" gegründet, die aber auch nicht unbedingt hinter Obamas Politik steht, geschweige denn sie ver-steht. Die Führung hat die Dokumentarfilmerin Annabel Park übernommen, die über ihre Facebook-Seite verlauten ließ: "Lasst uns eine Kaffee-Partei gründen, Smoothie-Partei, Red-Bull-Partei. Alles nur keinen Tee."
Richtig, gründen wir sinnlose Parteien, um von unserer eigenen Dummheit abzulenken. Vielleicht gibt´s ja einen Gratisgutschein von Starbucks. Die Coffee-isten sind der Meinung, dass "unsere Regierung erkrankt sei ", vielleicht hätten sie sich dann doch lieber "Aspirin-Party" oder "Impf-Party" nennen sollen. Mit Kaffee konnte man bisher noch keine Krankheit wirklich bekämpfen.

Wenn Sie also das nächste Mal gefragt werden: "Coffee or tea?", denken Sie lieber zweimal mehr darüber nach, welche Antwort Sie von sich geben.

Wie immer unparteiisch - DC


Good to Know
• Daniel ist am 04. April 1968 in der Bronx, New York, zur Welt gekommen,
• er 'nur' 178 cm groß ist,
• sein Vater hat nicht nur mit Flaschen nach ihm geschmissen,
• häusliche Gewalt war ihm in der Kindheit nicht fremd,
• sein Erzeuger kam wegen mehrfachen Mordes ins Gefängnis, da war Daniel neun Jahre alt,
• kurz darauf erschoss sich seine Mutter in Daniels Beisein,
• er verbrachte die Jahre bis zu seinem 18. Lebensjahr in einem Heim oder wechselnden Pflegefamilien,
• Daniel ist nach seinem Highschool-Abschluss 1986 den 'Marines' (United States Marine Corps (USMC) ) beigetreten,
• er war bei der US-Invasion in Panama (Codename Operation Just Cause) 1989 dabei,
• ebenso war Daniel bei mehreren Auslandseinsätzen im Irak dabei, so auch während des Zweiten Golfkrieges 1991,
• seinen Dienst hat er aber 1994 quittiert,
• Dan trägt auf seinem linken Oberarm eines der ikonischen USMC Tattoos, das inzwischen aber etwas verblasst ist,
• er würde es niemals nachstechen lassen,
• Daniel war nach seiner Zeit bei den Marines von 1994 bis 1996 arbeitslos und stand kurz vor der Obdachlosigkeit,
• er fing 1996 als Reinigungskraft bei einer regionalen Tageszeitung in New York an,
• seine Erlebnisse während der Kriegseinsätze hat er in Kurzgeschichten niedergeschrieben, die er aber nie veröffentlicht hat,
• die Manuskripte zu seinen Romanen, wollte kein Verlag haben,
• ein Redakteur der kleinen Zeitung vewickelte Daniel in regelmäßige Gespräche und ermutigte ihn zu Abendkursen im Bereich Journalismus am Community College,
• er reichte vermehrt und später regelmäßig Artikel als freier Mitarbeiter bei der Zeitung ein und wurde später über ein Internship festangestellter Redakteur dieser,
• 2000 erhielt er tatsächlich die Zusage für ein zehnwöchiges Internship Program bei der NY Times,
• mit großem Interesse verfolgte er im Jahr 2000 die Enthüllungen des investigativen Journalisten Seymour Hersh über die Massaker an Zivilisten im Irak durch US-Streitkräfte, die vom Zwei-Sterne-General Barry McCaffrey befehligt wurden,
• seither wollte er selbst investigativ arbeiten,
• ab dem Jahr 2001, kurz vor den Terroranschlägen auf das World Trade Center, bekam Daniel eine befristete Anstellung bei der New York Times,
• seine Recherchen und Artikel über die Anschläge, Bush und den "Krieg gegen den Terrorismus" wurden weithin mit großem Interesse verfolgt und gelobt,
• zwischen 2003 und 2015 war Daniel Teil des Investigativteams der New York Times,
• Daniel hat 2009 den "Pulitzer Prize for Investigative Reporting" und 2018 den "Pulitzer Prize for Criticism" gewonnen,
• seine polarisierende aber bekannte Kolumne "City Mania" startete bereits 2010 bei der NY Times und behandelte politische, wirtschaftliche aber auch alltägliche Themen mit Daniels typischen bissigen Kommentaren,
• Daniel hat einen gescheiterten Suizidversuch hinter sich,
• seine Putzfrau kam ihm dazwischen und fand ihn rechtzeitig,
• danach befand er sich mehrere Wochen lang in einer Psychiatrie,
• eine anschließende (ambulante) Langzeittherapie verweigerte er aber,
• er besitzt weder Handy noch Festnetztelefon,
• wird von klingelnden Telefonen getriggert,
• nutzt noch immer Münztelefone, vorwiegend kommuniziert er aber per Mail oder Face To Face,
• er ist Kettenraucher,
• Daniel wird alkoholisiert relativ redselig und "gesellig",
• er ist aufgrund einer alten Schulterverletzung und wiederkehrenden Migräne-Attacken abhängig von Schmerzmitteln,
• ihm ist das auch völlig bewusst, aber er hat nicht den Drang oder Willen dagegen vorzugehen,
• Daniel trägt überall sein Diktiergerät, Bleistift und Notizblock mit sich herum,
• er besitzt ein MacBook, obwohl er in seiner Kolumne auch schon über den Technikriesen hergezogen ist,
• er hat selbstredend keine Freunde,
• aufgrund einer verlorenen Wette musste er ab 2019 für ein halbes Jahr lang als Auslandskorrespondent aus Cork, Irland, für die Times schreiben,
• dort kreuzten sich seine Wege mit seiner Kollegin Charlotte Dubois, die auch noch seine (ungewollte) Mitbewohnerin wurde,
• Charlie begleitete Daniel im August 2019 nach Huntsville, Texas, um der Hinrichtung seines Erzeugers beizuwohnen,
• Anfang 2020 verließ Charlie Irland, nachdem sie bei der NY Times gekündigt wurde,
• im Mai 2020 kehrte Daniel zurück nach New York,
• Ende 2020 hat Daniel bei der New York Times gekündigt, nachdem auch sein Chefredakteur und langjähriger Unterstützer (und sowas wie ein Freund) seine Zelte abbrach, um neue Aufgaben wahrzunehmen,
• seit 2021 befindet sich Daniel in Chicago und ist bei der Chicago Tribune angestellt, wo er ein investigatives Team zusammenstellen soll,
• er hat sich mit Absicht bei der Tribune beworben, weil er weiß, dass Charlotte Dubois dort arbeitet, würde das aber selbstverständlich niemals zugeben,
• Daniel wohnt im Stadtteil Douglas in einem Zwei-Zimmer-Apartment,
• in seiner Wonung findet man keinen Fernseher, dafür umso mehr Bücher, Zeitungen und Zeitschriften,
• er ist ein Autodidakt und hat sich viele Dinge selbst beigebracht,
• Daniel hat in seinem Leben wenige kurze Beziehungen zu Frauen vorzuweisen, dafür umso mehr kurzweilige Affären
• eine Familie zu gründen oder zu heiraten, kam für ihn nie in Frage
Familie
Freunde
Kollegin & Ex-Mitbewohnerin Die Beziehung zu Charlie ist seltsam. Sind sie Freunde? Sind sie nur Kollegen? Oder ist es einfach eine Art Hass-Liebe? Daniel hat sich dazu bisher nie geäußert, würde aber vermutlich sagen, wenn er mal ehrlich zu sich selbst ist, dass Charlotte eine seiner wahrlich wenigen Bezugspersonen ist. Sie hat sogar einige Zeit mit ihm zusammengelebt, ohne, dass sie jemals ein Paar gewesen sind oder was miteinander hatten. Als Mitbewohenrin eben. Aber sie waren auch Kollegen bei der New York Times. Er hat sie gut kennenlernen können und umgekehrt war es nicht anders. Und trotzdem haben sie sich beide nicht gegenseitig die Köpfe abgeschlagen. Daniel merkte aber auch, dass ihm nach seiner Rückkehr nach New York bei der Times etwas fehlte, nämlich Charlie. Er würde allerdings den Teufel tun, ihr zu sagen, dass er nur wegen ihr nach Chicago gekommen ist.
Bekannte
Liebe
Feinde
Vergangenes
Aktive Szenen (2)
What I know is all Quicksand
Charlotte DuboisDaniel Cooper
11.02.2021, Am Abend The Dawson Restaurant
Journalism is literature in a hurry.
Daniel CooperCharlotte DuboisEstíbaliz DiazOscar Hayes
09.03.2021, vormittags Chicago Daily Tribune
Archivierte Szenen (1)
we live in cynical times
Daniel CooperCharlotte Dubois
11.02.2021, mittags 7. Stock - Chicago Tribune
Aktive Gesuche